Damit die Steuern nicht zu sehr aufs Portemonnaie schlagen,               gilt es einige Kniffe zu beachten.

5% von Nettoeinkommen kann man in Abzug bringen .

Bsp.: 40'000.- (5%) = 2000.- CHF           Krankheits- und Unfallkosten

A         Altersvorsorge: Gelder, die in Einrichtungen der Säule 3a einbezahlt werden, können vom Einkommen abgezogen werden. Der maximal abziehbare Betrag beläuft sich auf 6768 Franken, für Selbständige auf 33'840 Franken (Stand 2016). Beim Bezug muss das Geld dann zu einem Sondersatz versteuert werden. Steuertechnisch lohnt sich die Einzahlung in die Säule 3a, der steuerfreie Zins ist höher als auf dem Sparkonto.

 

B        Berufskosten: Auslagen für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort, Mehrkosten für auswärtige Verpflegung, Unterkunftskosten bei Wochenaufenthaltern (in einem Teil der Kantone) und übrige für die Ausübung des Berufs erforderliche Kosten können unter Berufskosten vom Einkommen abgezogen werden – zumeist in Form von Pauschalen.

 

C        Coupons: Zinscoupons von Obligationen müssen wie auch Dividenden als Einkommen versteuert werden. Ebenso Erträge aus Anlagefonds, egal, ob sie ausgeschüttet oder reinvestiert werden. Nicht zu versteuern sind sogenannte Nennwertrückzahlungen. Ebenfalls steuerfrei sind sogenannte Agio-Rückzahlungen (Kapitaleinlageprinzip gemäss Unternehmenssteuerreform II)

 

D        Drücken: Wer glaubt, er könne sich vor der Zahlung seiner Steuern drücken, hat sich geschnitten. Den Steuerämtern stehen umfassende Massnahmen zur Verfügung, fällige Steuerschulden einzutreiben – von der Zwangseinschätzung bis zu Betreibung und Lohnpfändung. Nur wo es wirklich nichts zu holen gibt, kann in Ausnahmefällen ein Steuererlass verfügt werden.

 

E        Erbschaftssteuern: In den meisten Kantonen sind Erbschaftssteuern für Eheleute und direkte Nachkommen abgeschafft. Nur weiter entfernte Verwandte wie Neffen oder Cousinen sowie nicht verwandte Dritte zahlen sie.

 

F        Fahrtkosten: Abzugsfähig sind grundsätzlich die Kosten für den öffentlichen Verkehr zwischen Wohn- und Arbeitsort. Nur in Ausnahmefällen dürfen auch Autokosten abgezogen werden. Dann nämlich, wenn Wohn- und Arbeitsstätte zu weit von der nächsten öffentlichen Haltestelle entfernt sind, wenn eine grosse Zeitersparnis erzielt werden kann oder der Steuerpflichtige zu gebrechlich ist, um öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

 

G       Gesundheitskosten: Ihre Krankenkassenprämien können Sie unter dem Punkt Versicherungsprämien genau wie Auslagen für Unfall-, Lebens- und Rentenversicherungen abziehen. Allerdings entsprechen die zulässigen Maximalpauschalen in fast allen Kantonen in keiner Weise den wirklichen Kosten. Selbst getragene Krankheits- und behinderungsbedingte Kosten können in der entsprechenden Rubrik abgezogen werden.

 

H        Hypothekarzinsen: Eigenheimbesitzer können ihre Zinskosten vom steuerbaren Einkommen abziehen. Im Gegenzug müssen Eigenheimler den sogenannten Eigenmietwert als Einkommen angeben. Dieser berechnet sich kantonal unterschiedlich und beträgt in der Regel zwischen 60 und 70 Prozent einer erzielbaren Marktmiete. Werterhaltende Investitionen und Unterhaltskosten können ebenfalls abgezogen werden.

 

I         IV-Renten: Auch IV-Renten und AHV-Renten gelten genau wie Renten der Suva oder der Militärversicherung als vollwertiges Einkommen und müssen entsprechend zu 100 Prozent als solches versteuert werden.

 

J        Jackpot: Seit 1. Januar 2013 sind Lottogewinne bis 1000 Franken verrechnungssteuerfrei. Bis dahin lag die Freigrenze bei 50 Franken.

Seit 1. Januar 2014 sind Gewinne bis 1000 Franken bei der direkten Bundessteuer steuerfrei. Seit dann können pauschal fünf Prozent des Gewinnes als Einsatzkosten abgezogen werden, maximal aber 5000 Franken. Die Kantone müssen bis zum 1. Januar 2016 ebenfalls eine Freigrenze und einen Pauschalabzug einführen, deren Höhe können sie selbst bestimmen. Informationen dazu erhalten Sie vom zuständigen kantonalen Steueramt. Steuerfrei sind dagegen Gewinne in Schweizer Kasinos: Die Kasinos liefern dem Bund selbst einen Teil ihrer Bruttospielerträge ab.

 

K        Kirchensteuern: Als Privater zahlen Sie nur Kirchensteuern, wenn Sie Mitglied einer der in ihrem Kanton anerkannten Landeskirchen sind. In den meisten sind dies die evangelisch-reformierte, die römisch-katholische und die christkatholische Kirche. Wollen Sie als Privater keine Kirchensteuer mehr entrichten, müssen Sie aus der Kirche austreten.

 

L        Leasing: Leasingraten, etwa für Autos, sind im Gegensatz zu anderen Schuldzinsen nicht steuerabzugsfähig. Laut Bundesgericht stellt ein Leasingvertrag aus steuerlicher Sicht keinen Kreditvertrag dar. Das Auto bleibt im Besitz der Leasingfirma, die Gebühr bezahlen Sie für die so genannte Gebrauchsüberlassung.

 

M       Mündigkeit: Regulär beginnt die Steuerpflicht mit dem 18. Geburtstag. Minderjährige sind jedoch für ihr Erwerbseinkommen selbständig steuerpflichtig. Ihr Vermögen und die Erträge darauf müssen aber die Eltern bis zur Volljährigkeit versteuern.

 

N         Naturalleistungen: Privat genutzte Geschäftsfahrzeuge und Geschäftshandys, Boni, Gratifikationen, Dienstaltersgeschenke sowie andere Naturalleistungen des Arbeitgebers gehören zum Einkommen.

 

O       Optionen: Mit Mitarbeiteroptionen und -aktien können steuerfreie Kapitalgewinne erzielt werden. Im Gegenzug müssen sie bei der Zuteilung als Einkommen versteuert werden. Kommt es bei den Optionen zu Verlusten, können zu viel bezahlte Einkommenssteuern nicht mehr zurückgefordert werden. Einzelheiten und Ausnahmen sind im Kreisschreiben Nr. 37 der eidg. Steuerverwaltung geregelt.

 

P        Pensionskasse: Freiwillige Nachzahlungen in die Pensionskasse sind voll steuerabzugsfähig. Die notwendigen Voraussetzungen erfahren Sie von Ihrer Pensionskasse. Der Nutzen der freiwilligen Zahlungen ist nicht ganz unumstritten. Das Problem ist, dass oft unklar ist, ob die Nachzahlungen in den obligatorischen oder in den überobligatorischen Teil fallen, der schlechtere Leistungen nach sich zieht. Wer Einkäufe tätigt, darf während drei Jahren keine Kapitalbezüge tätigen

 

Q       Querulanten: Herumlärmen lohnt sich nicht, reden jedoch sehr wohl. Suchen Sie bei Unstimmigkeiten oder auch Unklarheiten das Gespräch. Sie werden erstaunt sein, wie offen man Sie beim Steueramt empfängt. Das Bild vom sturen, bürokratischen und unflexiblen Steuerbeamten trifft immer weniger zu.

 

R        Renovation: Werterhaltende Ausgaben für den Liegensschaftsunterhalt können von den Steuern abgezogen werden. Dazu gehören zum Beispiel die Renovation der Küche oder das Ersetzen einer Heizung. Nicht abgezogen werden können dagegen rein wertvermehrende Renovationen: der Einbau eines Wintergartens etwa. Ausnahme: Investitionen, die dem Energiesparen dienen, können auch bei Wertvermehrung abgezogen werden (ausser LU).

 

S        Spenden: Bund und Kantone gestatten einen Abzug für Spenden, sofern sie unbestritten gemeinnützigen Organisationen zugute kommen. Die Belege sollten unbedingt aufbewahrt werden. Beim Bund können maximal 20 Prozent des steuerbaren Einkommens abgezogen werden, bei den Kantonen zwischen 10 und 20 Prozent. Bei der Bundessteuer können Beiträge an politische Parteien bis maximal 10'000 Franken abgezogen werden. Ein Abzug ist auch bei den Staatssteuern möglich, die Höchstbeträge sind jedoch von Kanton zu Kanton verschieden.

 

T        Treuhänder: Ein solcher ist nur dann vonnöten, wenn sich Wesentliches im Leben verändert hat. Dies ist etwa der Fall beim Übertritt ins Pensionsalter, beim Kauf einer Liegenschaft, bei Todesfällen oder beim Gang in die Selbständigkeit. Achtung: Steuerberater darf sich in der Schweiz jeder nennen! Diplomierte Steuerexperten mit garantierten Qualifikationen findet man über die Treuhand-Büro (www.krankenkasse.lu) oder den Treuhänderverband (www.treuhandsuisse.ch). Die Stundenansätze können ganz unterschiedlich sein, je nach Fachmann und Komplexität der Steuererklärung.

 

U        Unterhaltskosten: Alimente, die Sie für minderjährige Kinder ausserhalb Ihres Haushalts entrichten, können Sie voll von Ihrem Einkommen abziehen. Auf der Gegenseite müssen Empfänger von Alimenten diese als Einkommen deklarieren.  Die Abzüge müssen vollumfänglich belegt werden. Alimente an volljährige Kinder können nicht mehr abgezogen werden. Ob dafür der Kinderabzug geltend gemacht werden kann, haben die Kantone unterschiedlich geregelt.

 

V        Velo: Die Kosten für Ihr Fahrrad sind bei den Arbeitskosten abzugsfähig, sofern Sie Ihren Arbeitsweg mit dem Velo zurücklegen – in der Regel je nach Kanton zwischen 300 und 700 Franken. Wichtig: Sie können die Velopauschale auch dann abziehen, wenn Sie den Drahtesel nur unregelmässig benutzen.

 

W       Weiterbildung: Die meisten Kantone kennen einen pauschalen Weiterbildungsabzug. Machen Sie diesen geltend, auch wenn Sie keine spezifischen Kurse besuchen. Als Weiterbildungskosten gelten nämlich auch Auslagen für Fachbücher und -zeitschriften, in der Freizeit besuchte Seminare und Tagungen.

 

X        Xanthippen: Zanksüchtige Frauen sind auf dem Steueramt genauso unbeliebt wie männliche Querulanten (siehe Punkt Q). Klar ist, dass Sie jederzeit das Recht haben, Steuerbescheide anzufechten – notfalls bis vor Bundesgericht. Sinnvoller ist es allerdings, das Gespräch zu suchen.

 

Y        Yaren, Hauptstadt des Offshore-Finanzplatzes Nauru im Pazifik: Ihr Geld mittels komplizierter Firmenkonstruktionen vor dem Fiskus in Sicherheit zu bringen ist nicht nur unmoralisch, sondern kann auch gefährlich sein. Viele Beteiligungsgesellschaften mit Sitz an exotischen Schauplätzen arbeiten unseriös.

 

Z        Zahnarzt: Selbst bezahlte Arzt- und Zahnarztkosten können separat vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden, sofern sie einen gewissen Prozentsatz des Nettoeinkommens überschreiten – in den meisten Kantonen fünf Prozent. Die Kosten müssen medizinisch bedingt sein und vollumfänglich nachgewiesen werden. Rein kosmetische Massnahmen sind nicht abzugsfähig. Aus steuerplanerischer Sicht sollten Arzt- und Zahnarztkosten in derselben Steuerperiode anfallen. Entscheidend ist das Zahlungsdatum.